MobileMusikSchule Widmer®

 

  

Die MobileMusikSchule Widmer® ist eine private Einrichtung und erfüllt eine musisch-künstlerische Bildungsaufgabe: die Auseinandersetzung mit Musik und Musiktheorie sowie kreatives Erlernen und Beherrschen eines Instruments (z.B. Klavier oder Keyboard) oder eines Faches (u.a. Dirigentenlehre, elementare Harmonie).

 

Die MobileMusikSchule Widmer® wurde von Vera Widmer im Jahr 2002 gegründet und später als eine Marke für Bildung, Kunst und Musik etabliert.

 

 

 

Vera Widmer ist eine Musikerin und Chordirigentin, Klavierpädagogin, Künstlerin, Autorin*,

Projektmanagerin, systemische Beraterin, Expertin für Bildung und Selbstkompetenzförderung (zu Gast bei Radio "Teos" in Moskau), Bildungswissenschaftlerin die sich ständig weiterbildet und ihr Wissen und ihre praktischen Erfahrung immer auf den neusten Stand bringt. Durch ihre vielfältige Tätigkeit hat sie sehr viel Erfahrung im Bereich Musikpädagogik, Bühnenpräsenz, Kirchenmusik, sowie Kinder- und Erwachsenenbildung und legt - in ihre musisch-pädagogische sowie künstlerische Tätigkeit – einen großen Wert auf die Potenzialentwicklung und die Förderung der (Selbst-)Kompetenz. Sie forscht über Hochbegabung und Hochsensibilität (HSP) im Kontext der Epigenetik und Persönlichkeitsentwicklung.

 

Die MobileMusikSchule Widmer® ist seit 18 Jahren in Ostwestfalen-Lippe präsent.

 

Das Interview mit der Gründerin Vera Widmer führte der Journalist Christoph Krelle und sprach über Vertrauen, Fleiß und Selbstkompetenz:

 

 

 

 

 

 

 

"Obwohl Homeschooling in Deutschland eher skeptisch betrachtet wird, hat sich Ihr Geschäft in der Region Ostwestfalen-Lippe gut etabliert." Christoph Krelle, Journalist

 

 

 

 

Frau Widmer, Sie sind Pianistin, diplomierte Musikerin und Chordirigentin. Was fasziniert Sie an Musik?

 

Musik ist eine Form der nonverbalen Kommunikation, die jeder Mensch versteht, unabhängig von Sprache und Kultur. Sobald ich ein Klavier oder einen Konzertflügel sehe, spüre ich den inneren Drang, mich dort hinzusetzen und zu spielen. Ab dem Moment, in dem der erste Ton erklingt, sind alle Menschen ringsherum miteinander vereint. Sie hören gemeinsam zu, empfinden etwas und tauschen sich anschließend darüber aus. Musik verbindet – das faszinierte mich bereits als Kind.

 

Heute beobachte ich außerdem, welchen positiven Einfluss Musik auf unser menschliches Gehirn, unsere Entwicklung und Persönlichkeit haben kann. Wenn also jemand zu mir sagt „Ich habe in meiner Kindheit ein Instrument gespielt, doch es hat mir nichts gebracht“, antworte ich ihm: „Dann hatten Sie entweder nicht den passenden Lehrer oder Sie haben die Musik als solche nicht verstanden.“

 

2002 gründeten Sie die Mobile Musikschule Widmer, spezialisiert auf den Klavierunterricht. Wie kam es dazu?

 

Schon als Teenager wusste ich, dass ich mir etwas Eigenes im Leben aufbauen möchte. Der Weg dorthin, eine selbständige Tätigkeit im Fachbereich Musik zu beginnen, war allerdings sehr langwierig. Ich hatte immer wieder einige Auftritte, zum Beispiel bei Hochzeiten oder anderen Veranstaltungen, auch in Kirchen hatte ich gespielt. Das war für mich aber nichts Geschäftliches, sondern eher eine nette Geste, weil jemand höflich anfragte. Bei einer dieser Hochzeiten sprach mich dann eine Familie an, ob ich nicht ihre Kinder unterrichten könnte. Ich verneinte zunächst, doch sie ließen nicht locker. Den ganzen Abend hatten sie versucht, mich zu überreden. Nach langem Hin und Her sagte ich zu. Das war die richtige Entscheidung.

 

Wie ging es dann weiter?

 

Zwei Monate später meldete ich ein Gewerbe an. Die Familie war begeistert. Wenig später gewann ich acht weitere Schüler. Es sprach sich schnell herum. Innerhalb eines Jahres hatte ich 25 Schüler zwischen fünf und sechszehn Jahren unterrichtet. Dann kam es zur Nachfrage für Erwachsenenunterricht und schließlich zum Dirigentencoaching, das sich speziell an junge Musiker und ehrenamtliche Chorleiter ohne Ausbildung richtet. Bis heute wird vor allem der individuelle Klavierunterricht für Kinder und Jugendliche nachgefragt.

 

Ihr Klavierunterricht findet ausschließlich bei den Schülern zu Hause statt. Erfordert das nicht sehr viel Vertrauen?

 

Ja, Vertrauen ist das A und O. Die Eltern kontaktieren mich gerade wegen dieses privaten Hausunterrichts, den ich anbiete, während sie selbst vielleicht nicht zu Hause sein können oder noch arbeiten. Ich muss dazu erwähnen, dass ich bisher kaum Werbung gemacht habe. Vertrauen muss man gewinnen, man muss sich beweisen – dann reden die Kunden über einen und werben so ganz von selbst für mich.

 

Benötigen Ihre Kunden ein Klavier oder einen Musikraum, damit Ihr Unterricht stattfinden kann?

 

Ich bestehe nicht darauf, dass man sofort ein teures Instrument anschafft. Schließlich können die Kinder sich das schnell überlegen und sich umorientieren. Für einen guten Start sollte aber mindestens ein Keyboard oder E-Piano vorhanden sein. Ein separater Raum ist nicht erforderlich. Meistens steht ein Klavier oder Konzertflügel im Wohnraum – nicht selten auch im Kinderzimmer. Das ist dann mein Arbeitsplatz.

 

Welche Vorteile hat Ihre Form des privaten Unterrichts?

 

Der wahrscheinlich wichtigste Vorteil ist die Zeitersparnis. Die allermeisten meiner Kunden sind berufstätig. Viele sind Unternehmer, Ärzte, Pädagogen, Fachangestellte oder Selbständige. Sie müssen selbst flexibel arbeiten und teilweise ständig mobil sein. Meine Musikschule ermöglicht diesen Familien, ihrer eigenen Karriere nachzugehen und dabei die musische Entwicklung ihrer Kinder nicht zu vernachlässigen. Mütter und Väter, die flexibel arbeiten, sind entweder auf ein Kindermädchen angewiesen, die die Kinder begleitet, oder sie finden eine kompetente Lehrperson, die den Nachwuchs individuell unterrichtet – dafür steht die Mobile Musikschule Widmer mit Namen.

 

Ich kann mir vorstellen, dass es doch mindestens eine gewisse Begabung braucht, damit Ihr Unterricht wirklich etwas bringt.

 

Nein, es hängt eher davon ab, was die Schüler erreichen wollen. Begabung ist nicht alles. Zu jedem Erfolg gehören Fleiß, Geduld und harte Arbeit. Ein weniger begabter Schüler kann allein durch Fleiß große Ziele erreichen. Dementgegen hatte ich auch schon sehr begabte Schüler – speziell was die Musikalität, das musikalische Gehör und das allgemeine Verständnis für Musik betrifft – unterrichtet, die dann aber trotzdem keine großen Erfolge hatten, weil sie weniger fleißig waren. Und es waren auch schon solche Kinder bei mir, die angeblich als „untalentiert“ oder „musikalisch unfähig“ galten, deren Begeisterung für das Instrument und die Musik letztlich aber so groß waren, dass sie durch langes Üben dennoch etwas Positives zustande brachten.

 

Im Rahmen des Unterrichts organisieren Sie regelmäßig Schülerkonzerte.

 

Ja, wir veranstalten jährlich Konzerte, an denen selbst die kleinsten und unerfahrensten Schüler ihre Kompetenz unter Beweis stellen dürfen. Wir machen dieses Ereignis zum beglückenden Erlebnis und kooperieren mit verschiedenen Einrichtungen wie zum Beispiel Reha-Zentren, Senioren- und Pflegeheimen. Diese Konzerte sind für die Schüler nicht verpflichtend, aber ich empfehle ihnen für die eigene Entwicklung, daran teilzunehmen. Darüber hinaus gibt es hin und wieder Auftritte zu bestimmten Anlässen, etwa an Weihnachten oder Ostern.

 

Vor kurzem erweiterten Sie Ihr Portfolio um die Fachstelle für Selbstkompetenz. Was ist darunter zu verstehen?

 

Die Fachstelle für Selbstkompetenz ist eine Mobile Schule für Erwachsene. Das Angebot beruht auf einem konstruktivistischen, lösungsorientierten Ansatz der Familienberatung. Das Ziel ist es, die Klienten in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Selbstkompetenz zu fördern. Dazu biete ich all denen, die ein berufliches oder privates Problem haben, gerade in einer Krise stecken oder ein kritisches Ereignis erlebt haben, meine individuelle Beratung an. Für kleinere Gruppen halte ich auch Vorträge darüber, wie es nach konstruktivistischem Verständnis möglich sein kann, Lebensherausforderungen zu meistern.

 

Inwieweit passt das zu Ihrem Angebot als Musikschule?

 

Auf den ersten Blick erscheint es vielleicht abwegig. Doch nur mal angenommen, ein Kind fängt beim Klavierunterricht an zu weinen, weil es die Scheidung seiner Eltern nicht verkraftet, Probleme in der Schule oder Ausbildung hat, oder ein Erwachsener beginnt plötzlich, über seine privaten Probleme zu sprechen. Dann kann ich nicht einfach sagen „Wir spielen jetzt ‚Für Elise‘ von Beethoven und alles wird gut.“ Ich persönlich fände das inkompetent.

 

Wie würden Sie stattdessen reagieren?

 

Ich würde versuchen, menschlich zu handeln – zuzuhören, Verständnis zu zeigen und abzulenken, um eventuell wieder zurück zum Unterricht zu finden. Emotionale Belastungen anderer Menschen kann ich nicht einfach ignorieren. Für den Musikunterricht wäre das zudem sehr unproduktiv. Hat ein Schüler ernsthafte Probleme, wirken sich diese immer auch auf seine Konzentrationsfähigkeit und Spielleistung aus. Und gerade im Klavierunterricht ist es ja normal, dass Menschen offener und emotionaler werden, und dann auch beginnen, über Persönliches zu sprechen. Musik erweckt in uns ganz unterschiedliche Emotionen und findet ihren Weg zu den geheimsten Plätzen unserer Seele. Wenn die Seele aber gerade überlastet ist, kommt es zu einer emotionalen Entladung und muss angesprochen werden.

 

Ich möchte die beiden Angebote, Klavierunterricht und pädagogisch-psychologische Beratung, allerdings klar auseinanderhalten. Die Fachstelle für Selbstkompetenz richtet sich nicht unbedingt an meine Klavierschüler, sondern eher an alle Menschen, die sich mit Problembewältigung und Krisensituationen sowie ihrem Selbst auseinandersetzen möchten, außerhalb der Musikschule.

 

Eingangs erwähnten Sie, dass Musik einen positiven Einfluss auf uns und unsere Entwicklung haben kann. Was, denken Sie, wären Sie heute wohl für ein Mensch, hätten Sie nie die Möglichkeit gehabt, sich musikalisch auszuleben?

 

Nun ja, auch ohne Musik kann man glücklich, erfolgreich und zufrieden sein. Ich kenne zum Beispiel Menschen, die alles, was ich habe, durch sportliche Aktivitäten erreicht haben. Aber wenn Sie so fragen, dann würde ich vermuten, dass ich nicht ich wäre. Denn Musik hat mir definitiv viel gegeben, unter anderem Selbstdisziplin, innere Balance und Charakterstärke. Ohne Musik wäre mein Leben ärmer gewesen.

 

Vielen Dank.

2016, Deutschland / www.christoph-krelle.de


* 2005 Veröffentlichung "Jahrbuch für das neue Gedicht" - Frankfurt/M. http://www.brentano-gesellschaft.de

* 2006 Veröffentlichung "Ausgewählte Werke IX", Gräfelfing / München http://www.gedichte-bibliothek.de/

* 2006 Veröffentlichung "Anthologie - Die Lyrik-Bibliothek  - Band 5", München http://www.utzverlag.de/

*2006 Editioneinstellung in AT, CH, FR u. National Library of Congress in Washington https://loc.gov/

* 2008 Veröffentlichung: Anthologie 2 „In der Stille lockt ein sanfter Hauch“, Minden http://lesebuehneminden.jimdo.com/